Durch seine inhaltliche Qualität und seinen sachlichen Stil wirkt ein redaktioneller Text im Allgemeinen glaubwürdiger und damit tiefgreifender als ein klassischer Werbetext. Beliebt als Mittel zur Kompetenzvermittlung binden Unternehmen deshalb sehr gerne redaktionelle Texte vor allem als Presseartikel, Blogartikel, Interview oder Anzeige in ihre Werbestrategie ein.

Leider verstehen viele Unternehmer das Format falsch und verwechseln Sachlichkeit mit gähnender Langweile.
Es hält sich scheinbar hartnäckig das Gerücht, dass PR-Texte erst glaubwürdig wirken, wenn sie langatmig und staubtrocken sind. Nur so lassen sich die vielen verwaisten Artikel erklären, die sich ungelesen auf Presseportalen tummeln.
Eine lahme Pressemitteilung mit Schachtelsätzen und Fremdwörtern ist aber nicht unbedingt der Garant für Erfolg. Denn auch Redakteure wollen begeistert werden. Ebenso wenig zu empfehlen ist die Vorgehensweise, sich selbst mit Superlativen und unbewiesenen Behauptungen anzupreisen.

PR ist nur dann erfolgreich, wenn sie kreativ und aussagekräftig ist. Die Texte sollten mit unverkrampftem Auftreten und Charme einen gewissen „Schmunzel-Faktor“ erzeugen, gleichzeitig, aber professionell Informationen über das Produkt und das Unternehmen vermitteln. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan, sowie man vom gängigen PR-Habitus abrückt und in der Kommunikation, auf abgedroschenes PR-Vokabular verzichtet.

Gesteigert wird die Aussicht auf Veröffentlichung, wenn der Text mit einer außergewöhnlichen Aktion begleitet wird. Ein konkretes Beispiel: Der ökologisch geführte Himpsl-Hof aus Ammerland führte einen mobilen Hühnerhof ein. 225 Hühner sind seitdem ständig auf Achse und ziehen von Ackerfläche zu Ackerfläche.

Das hat Vorteile – sowohl für Tiere als auch für den Verbraucher. Die Weideflächen verschlammen nicht, sie erholen sich schneller und die Tiere sind weniger anfällig für Krankheiten. Der Himpsl-Hof lädt die Öffentlichkeit regelmäßig dazu ein, das neue Heim der fahrenden Hühner anzusehen. Ich entwickelte mehrere witzige Headlines und versprach akkreditierten Journalisten 6 Bio-Eier. Die Aktion kam gut an.

Natürlich antworteten nicht alle angeschriebenen Redaktionen. Aber: Selbst bei denen, die sich nicht zurückmeldeten, bleibt der Himpsl-Hof mit dieser Aktion in Erinnerung.

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